Verein Kinderkrippe Kindergarten Schule

Waldorfschüler - alles Künstler?

Lebenswege von ehemaligen Waldorfschülern unserer Schule

 

Abschlussjahr/

Abschluss 

Beruf  Was fanden die Schüler/innen an ihrer Schulzeit positiv?

2001

Realschule 

Elektrotechniker   Praktische Fächer 

2000

Abitur

Studium Wirtschaft und Geschichte, Prozessmanager in China  Erziehung zur Offenheit, Kritisches Hinterfragen der Dinge

2004

Abitur

Ergotherapeutin  Vielseitige Ausbildung im künstlerisch-handwerklichen und sozialen Bereich 
2006 Abitur  Medizinstudium  Gleiche Klasse von Anfang an, Lehrer kennen einen und die familiäre Situation persönlich. Kein Sitzenbleiben, Chancen bis zum Schluss 

2004

Abitur

Maschinenbaustudium, nebenher Marketing  Praktische Fächer, Kreativität, Freies Sprechen. Durchgängige Klasse 

1997

Realschule 

Hebamme  Künstlerisch-praktische Fächer, Praktika, Klassenspiele helfen den Weg zu finden. Selbständigkeit 

2005

Abitur 

Biomedizin (Molecular Life Science) Künstlerisch-praktische Fächer, als Persönlichkeit erkannt werden, Klassenfahrten/Klassenzusammenhalt 
1995 Hauptschule  Buchhändler, Fachberater bei ATU  Künstlerisch-handwerkliche Fächer, sozialer Umgang, durchgängige Klassen 
2005 Hauptschule  Groß- und Außenhandelskaufmann  Künstlerisch-handwerkliche Fächer, sozialer Umgang, durchgängige Klassen 

2008

Realschule

Berufskolleg, Technischer Assistent und Fachhochschulreife, Ausbildung zum Technischen Produktdesigner  Künstlerisch-handwerkliche Fächer, sozialer Umgang, durchgängige Klassen 

1998

Abitur

Kinderkrankenschwester, Gesundheitswissenschaftlerin, Lehrerin für Gesundheitsberufe  Ich fand meine Schulzeit positiv:...weil ich meine breitgefächterten Interessen bewahren konnte ... weil ich gelernt habe, dass ein Zeugnis nur ein Bruchteil von dem jeweiligen Menschen wiedergibt. ... weil sie uns als Menschen offen und flexibel gemacht, bzw. gehalten hat. Ich hatte nie Sorgen, dass ich vielleicht einmal keinen Job finden könnte (trotz weniger gutem Zeugnis). - gutes Lehrer Schüler Verhältnis - alle Praktika! - Mittagsstübchen (so hiess es damals noch) 

2005

Abitur

"Audiovisuelle Medien" in Stuttgart studiert und mit dem "Bachelor of Engineering" abgeschlossen. Sozusagen bin ich dann jetzt ein Medieningenieur.   Ich bilde mir jedenfalls ein zu glauben, dass viele Waldorfschulabgänger nicht unbedingt das machen, was irgendjemand vielleicht von ihnen erwarten könnte zu machen. Vielmehr kenne ich viele, die genau das beginnen und durchziehen, wofür sie sich begeistern können. Und das ist toll. In der Schulzeit fand ich vieles positiv. Vor allem, dass es viele Möglichkeiten gab, individuelle Fähigkeiten zu entfalten und Persönlichkeit zu entwickeln.
1998 Hauptschule Erzieherin  Die Zeit die ich in der Waldorfschule verbringen durfte hat mich bis zum heutigen Tage sehr geprägt. Während meiner gesamten Ausbildung und auch heute im Beruf selbst, wende ich sehr viel von dieser besonderen Pädagogik an. Es hat mir durchaus Vorteile verschafft, vieles in einem individuellen Bild zu sehen. Hier noch ein paar konkrete Beispiele: Naturverbundenheit, Weltoffen, kleine Details schätzen und sehen, das Lernen aus ERSTER HAND (Schmieden, Gerben, das Mahlen von Mehl, Wolle spinnen, Forst -und Feldmesspraktikum, Wanderungen etc.) 

1995

Realschule

Gärtnermeister  Vorteile der Waldorfschulzeit: Ich finde man wird ein offenerer Mensch für andere Meinung und Lebensstile. Man nimmt die Umwelt aktiver war - durch politisches Interesse, durch eigene Meinungsbildung. Ich habe auch meine Zeit Man ist nicht passiv in seiner Lebensgestaltung sondern eher aktiv. Was mir von verschiedener Seite schon gesagt wurde ist, das Waldorfschüler wortgewandter sind und weniger Probleme haben vor Gruppen zu sprechen oder Präsentationen zu machen. In meiner Schulzeit fand ich positiv, das es ein gutes Verhältnis zu den meisten Lehrern gab, dass bis heute anhält. Das man sich in der Schule zuhause gefühlt und sich als Teil einer großen Gemeinschaft verstanden hat. 

1995

Realschule  

Bekleidungsschneiderin  Der Vorteil an der Waldorfschule war für mich,das auch das Handwerkliche gefordert wird.Es wird der ganze Mensch mit seinen Fähigkeiten gefördert. Ebenfalls ist die Gemeinsamkeit ,der Zusammenhalt nicht nur nach sich selber schauen was mich geprägt hat. 

2002

Abitur 

Grund- und Hauptschullehrerin Meine Waldorfschulzeit hat mir Vorteile gebracht, weil ich die Dinge mehr von ihrem Ursprung her betrachten gelernt habe. Man ist nicht so sehr in den konventionellen Gesellschaftsstrukturen behaftet. (Dafür vom Waldorfgedankengut sehr geprägt) Da es keine Noten gibt, konnte ich mich frei von Schulangst und überproportioniertem Leistungsdruck entfalten. Da ich Noten nie eine so große Bedeutung zugemessen habe, war ich vielleicht etwas mehr als andere davor gefeit, mich und andere über die Note zu definieren, und den Menschen dahinter zu sehen. In der Schulzeit fand ich positiv, dass man über Jahre hinweg in der gleichen Klasse verbringt und dadurch eine echte Klassengemeinschaft entstehen kann. Schule hatte dadurch auch etwas familiäres für mich. Bis heute fühle ich mich eng verbunden zu vielen meiner Klassenkameraden. (Wobei ich natürlich noch ein Kind der „Gründerzeit“ bin, und der Zusammenhalt wie ich ihn kennengelernt habe an großen und Waldorfschulen und auch in Balingen in der Form nicht mehr zu finden ist, wie ich das bislang so mitbekommen habe.) Es war eine Schulzeit für Kopf- Herz- und Hand. Alle Bereiche wurden bis zur 12. Klasse angesprochen und gefördert, wovon ich bis heute zehre, da ich auch viele praktische Dinge kennen gelernt und ausprobiert habe, die mir an einer Regelschule verborgen geblieben wären. Vielleicht bin ich dadurch ein ausgeglichenerer Mensch geworden…